|
PANORAMAKLETTERWEG
(Große Galitzenspitze -Große Sandspitze)
Von Lienz über die Mautstraße zur Dolomitenhütte (1.620 m). Zur
Karlsbaderhütte (2.260 m) ca. 2 Std. Von der Schutzhütte in Richtung Roter
Turm - Großer Laserzkopf. Beginn des Kletterweges über Große
Galitzenspitze (2.710 m) -Kleine Galitzenspitze - Daumen- Große Sandspitze
(2.772 m) Abstieg: Ari Schuebelweg, blaue Markierung - Schartenschartl -
Karlsbader Hütte. Kürzer aber schwieriger: Vor dem Quergangseil rechts
hinunter (grüne Markierung). An den schwierigen Passagen Seile und Bügel
angebracht. Für die Runde muss man mit 6 -8 Stunden rechnen. Auch in
umgekehrte Richtung kann der Panorama Kletterweg gegangen werden.
Allgemeines:
Ein Kletterweg ist an den schwierigen Passagen mit Seilen gesichert.
Kletterausrüstung: Steinschlaghelm, Brust- und Sitzgurt, Kletterschuhe mit
guter Sohle, Kletterhandschuhe (auch Lederarbeitshandschuhe sind
geeignet); Windjacke und Sonnenbrille nicht vergessen! Kinder sollten mit
einem kurzen Seil (Durchmesser 7 mm, 10 m Länge) zusätzlich gesichert
werden. Wer einen Kletterweg geht, muss den Schwierigkeitsgrad I
beherrschen, da an leichteren Kletterstellen keine Seile montiert sind.
Zustieg :
Von Lienz über Tristach die Dolomitenstraße (Maut) zur Dolomitenhütte
1.620 m. Den Weg bzw. den Steig zur Karlsbaderhütte 2.260 m, 640 m
Höhenunterschied, Gehzeit ca. 2 Std. Der Panoramakletterweg führt über die
Große Sandspitze zur Großen Galitzenspitze. Er kann in beiden Richtungen
begangen werden. Ausgangspunkt ist die Karlsbaderhütte, die von Anfang
Juni bis Ende Oktober bewirtschaftet ist.
Routenbeschreibung:
Gegen den Uhrzeigersinn, d.h. von der Großen Sandspitze
über die Galitzenspitze zum Laserzkopf.
Vom Schutzhaus direkt hinter der Hütte entlang der blauen Markierung in
östlicher Richtung am See vorbei aufwärts. Nach 20 min. zweigt eine grüne
Markierung nach links ab. Entlang dieser erreicht man über einen
Schutthang eine Felsschlucht wo der Kletterweg beginnt, 30 min. von der
Schutzhütte. Der leichtere, aber mühsamere Weg führt über Schutt in das
Schartenschartl 2.575 m (blau markiert). Beide Kletterwege treffen bei
einem Schneefeld (bis Mitte Juli), wo ein 50 m langes Quergangsseil
montiert ist, zusammen. Der Ari-Schuebel-Weg folgt weiter der blauen
Markierung nach links, die grüne Variante, der Gebirgsjägerweg nach
rechts.
Für Kletterer, die ein Seil mitführen und den II. Schwierigkeitgrad
beherrschen, bietet sich eine interessante Kletterroute an. Beim Quergang
(Seil) nach rechts aufwärts bis in eine kleine Scharte, dort links steil
hinauf (grüne Markierung), wo ein Stand- und Sicherungshaken vorhanden
ist. Bis zum Gipfel der Kleinen Sandspitze sind 12 fixe Sicherungshaken
angebracht. Von der Kleinen Sandspitze Abstieg in nordwestlicher Richtung
über einen Gratrücken zur blauen Markierung. Wer vom Quergang der blauen
Markierung folgt, hat nur einige leichte Kletterstellen zu überwinden,
meist ist ein Steig vorhanden. Unter der Kleinen Sandspitze Quergang in
die Scharte zwischen Großer und Kleiner Sandspitze. Einige Haken und
Halteeisen erleichtern die Querung. Nun kurzer Abstieg bis unter eine
steile Wand, wo die nächsten Seilsicherungen beginnen. Anstelle der
üblichen Eisenleitern, wie sie besonders in den Dolomiten
vorhanden sind, gibt es hier neben Sicherungsseil Tritt- und Griffbügel.
So wird eine luftige, teils überhängende Passage überwunden. Weniger steil
aufwärts entlang weiterer Seile und Steighilfen zum Gipfel der Großen
Sandspitze mit Kreuz und Gipfelbuch.
Von der Karlsbaderhütte 2 bis 2,5 Stunden.
Der Panoramakletterweg führt weiter absteigend in die Daumenscharte 2.650
m aufwärts auf den Daumen 2.720 m und abwärts in die Böse Scharte 2.630 m.
In der Bösen Scharte wurde ein 100 m langes starkes Kunststoffseil
angebracht. Dieses führt in das Schuttkar in Richtung Karlsbaderhütte
hinunter. Es handelt sich hier um einen Notabstieg im Falle eines
Schlechtwettereinbruchs. Der Panoramakletterweg führt aufwärts auf das
Böse Mandl ca. 2.655 m. Es folgt ein kurzer Abstieg in eine Scharte und
weiter aufwärts zur Kleinen Galitzenspitze 2.690 m. Sodann wieder ein
Abstieg in eine Scharte und hinauf auf die Große Galitzenspitze 2.710 m.
Hier befindet sich ein Gipfelbuch. Vom Gipfel auf eine Schulter und steil
hinunter in die Nordwand mit eindrucksvollem Tiefblick auf den
Steinkarturm sowie auf Lavant und in den Talboden der Drau. Gut gesichert
entlang der Seile erreicht man die Galitzenscharte 2.649 m. Jenseits der
Scharte über Seile hinauf bis zu einem Steig unter dem Großen Laserzkopf.
Der Große Laserzkopf 2.718 m ist leicht zu ersteigen und bietet einen
herrlichen Ausblick in alle Täler und auch zum Großvenediger und
Großglockner. Vom Steig am Ende der Seilsicherung folgt man einer blau
markierten Steigspur, die mit einigen Unterbrechungen (leichte
Kletterstellen) bis unter den Roten Turm führt, wo man den markierten Weg
(rot, weiter unten blau), der zur Karlsbaderhütte führt, erreicht.
Routenbeschreibung:
Im Uhrzeigersinn, d.h.
vom Laserzkopf über die Großen
Galitzenspitze zur
Großen Sandspitze
Von der Karlsbaderhütte ein Stück den Fahrweg zurück bis zum Wegweiser.
Nun der blauen Markierung nach links folgen in Richtung Roten Turm. Auf
halben Weg trifft man auf den alten Steig (rot Markierung), den man bis
unter den Roten Turm folgt, wo wieder die blaue Markierung (Tafel)
beginnt. Auf Steigspuren, blau markiert, unterhalb der Südwände von Roten
Turm, Ellerturm bis zum Großen Laserzkopf, wo etwa 30 Höhenmeter unterhalb
des Gipfels die Seilsicherungen des Panoramakletterweges beginnen. Kurzer
Abstieg in die Galitzenscharte, die Nordwand gut abgesichert hinauf zur
Großen Galitzenspitze. Abstieg in eine Scharte und hinauf zur Kleinen
Galitzenspitze, von dieser wieder abwärts über das Böse Mandl bis zur
Bösen Scharte. In der Bösen Scharte bietet sich eine Abstiegsmöglichkeit
zur Karlsbaderhütte an. Hier wurde ein 100 m langes Kunststoffseil
montiert. Nun hinauf, ein steiler Anstieg auf den Daumen, ein kurzer
Abstieg in die Daumenscharte und hinauf über die Plattenfluchten zur
Großen Sandspitze. Alles gut abgesichert mit Stahlseilen. Auf der Großen
Sandspitze Kreuz und Gipfelbuch. Abstieg von der Großen Sandspitze über
den blau markierten Ari-Schuebel-Weg oder ab Quergangsseil rechts
hinunter. Steiler, jedoch mit Stahlseilen abgesichert,
die grüne Markierung - den Gebirgsjägerweg -
Gehzeiten: Karlsbaderhütte - Laserzkopf 1,5 h Stunden,
Panoramaweg zur Großen Sandspitze 3 Stunden,
Abstieg zur Karlsbaderhütte 1,5 - 2 Stunden.
Gesamtgehzeit von der Karlsbaderhütte über den Panoramaweg wieder zurück
zur
Hütte 6 Std.
Mit Aufenthalten und Verzögerungen und für nicht allzu schnelle Kletterer
sollte man mit 8 Std. rechnen. |