Verhaltensregeln beim BergwandernBergwandern zählt neben Radfahren, Schwimmen und Skilaufen zu den beliebtesten Freizeitaktivitäten in Österreich. Bei jedem 2. Bergtoten wird Herz- und Kreislaufversagen diagnostiziert, das durch die Anstrengung verursacht wird und meist völlig überraschend eintritt. Todesstürze durch Ausrutschen stehen entgegen der verbreiteten Meinung erst an zweiter Stelle. Eine Bergwanderung ist kein Spaziergang im Stadtpark, selbst wenn dieser Eindruck bei wolkenlosem Himmel und strahlendem Sonnenschein leicht entstehen kann. Bei Erschöpfung oder Verletzung gibt es kein Taxi oder Rettungsauto, das in drei Minuten zur Stelle ist, und nur in den seltensten Fällen ein Gasthaus, in dem man sich erholen beziehungsweise aufwärmen kann. Wer in die Berge geht, der muss mit kritischen Situationen rechnen und sich darauf vorbereiten. Die Missachtung von einfachen Sicherheitsregeln kann tödlich sein.
Verhalten im NotfallDie Verwirrung beginnt oft schon bei den Wegweisern, da in Österreich eine einheitliche Beschreibung des Wanderwegenetzes nicht möglich ist, solange sich die Landesregierungen diesbezüglich nicht einigen. Hier wäre eine Reform an der Zeit. Sollten Sie am Berg in Bedrängnis kommen, bleiben Sie ruhig und verständigen Sie die Bergrettung (Euro Notruf: 112, Bergrettung: 140, Alpines Notsignal: In regelmäßigen Abständen sechsmal in der Minute ein optisches oder akustisches Zeichen – hierauf eine Minute Pause. Wiederholen, bis Antwort festzustellen ist). |
||||||||||||