Bezirksübung 2002
(ein Bergerlebnis anderer Art)
von Hubert Obrist - Bezirksleiter


Hochgall - Defereggental


Unsere Heimat beeindruckt durch die wunderschöne Landschaft und die majestätischen Berge. Unsere Berge sind mit markierten Wegen und Steigen gut erschlossen. Berghütten laden die Wanderer zur Einkehr und zum Verweilen ein. Meistens kehrt man dann von einer Bergtour zwar müde aber sonst zufrieden und mit einem Erlebnis mehr zurück. Eigentlich sollte es auch so sein und in der Regel ist es auch so.

Bild: Hochgall 3435m


Aber es kann auch anderes kommen: Eine Gruppe von 10-15 italienischen Bergsteigern
hat sich beim Abstieg von der Barmerhütte im Bereich des Patscher Tales aufgrund von
Schlechtwetter – Regen, Schneefall, Nebel – im unwegsamen Gelände verirrt. Nach dem
Absturz zweier Bergsteiger bricht Panik aus, es ereignen sich weitere Unfälle. Darauf
versuchen drei Personen Hilfe zu holen, wobei sie sich trennen und zwei davon nicht
mehr auftauchen. Ein italienischer Bergsteiger kann einen zufällig vorbeikommenden
Einheimischen vom Unfall informieren, der dann sofort mit einem Handy den
Alpinnotruf 140 alarmiert.
Das ist die Annahme für eine Großübung der Bergrettung.





die
Übungsannahme


Bezirkshauptmann HR Dr. Wöll und Einsatzkräfte


Nach der Alarmierung der Ortstelle St. Jakob i.D. bricht diese zum Einsatzort auf. Aufgrund des Unfallausmaßes werden von der Ortstelle St. Jakob i. D. die Ortsstellen Matrei, Kals, Virgen, Prägraten und Lienz sowie Hundeführer, die Feuerwehr St. Jakob i. D. und das Rotes Kreuz alarmiert.

Bild: Bezirkshauptmann HR Dr. Paul Wöll als Beobachter bei der Bezirksübung der Bergrettung umgeben von den verschiedenen Einsatzkräften.


Bezirksübung Defereggental Patscher Alm


 11 zum Teil schwer verletzte Bergsteiger müssen aus schwierigem alpinen Gelände geborgen und erstversorgt werden. Dabei werden für die Bergung der Verunfallten die neuesten Rettungstechniken, wie die V-Bergung, Mannschaftsflaschenzug, Mannschaftsseilrolle und die mobile Seilbahn eingesetzt. Die zwei abgängigen Bergsteiger müssen mit Suchhunden und Suchtrupps gesucht und nach ihrer Auffindung aus unwegsamen Gelände geborgen werden.

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