Medizinisches Aus- und Fortbildungskonzept der Ortsstelle Lienz
(Was das Bergrettungsmitglied können sollte und wie
sie/er es erwerben kann)
1. grundsätzliche Erste - Hilfe – Kenntnisse
Sie/er sollte in der Lage sein nach Unfällen oder bei Eintritt plötzlicher Erkrankungen selbstständig und eigenverantwortlich Erste Hilfe leisten zu können
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Erkennen und Behandlung von Störungen der Lebensfunktion (Atmung, Kreislauf, Bewusstsein)
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Versorgung, Lagerung und Schienung von offenen und geschlossenen Verletzungen (im Besonderen der Umgang mit der Vakuummatratze und HWS Stabilisation)
Diese Kenntnisse sollten in einem Erste- Hilfe- Grundkurs des ÖRK ( 8 Doppelstunden) erworben werden und alle 3-4 Jahre in einem Erste- Hilfe- Wiederholungskurs
(4 Doppelstunden) aufgefrischt werden. (nächste Gelegenheit Herbst 2002 oder Frühjahr 2003)
2. spezifische bergmedizinische Kenntnisse
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Erkennen von Verletzungen und Erkrankungen bei denen eine notärztliche Versorgung notwendig ist, Erheben der Vorgeschichte und Schilderung dieser Situation (Notfallcheck und Notfallmeldung)
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Erkennen, Lagerung und Schienung von Wirbelsäulen und Schädelverletzungen
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Prinzipien der Blutstillung und Schockvorbeugung
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Erkennen, Lagerung, Schienung und Herstellen der Transportfähigkeit bei Extremitätenverletzungen
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Unterkühlung und lokale Erfrierungen
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Sonnenstich und Schneeblindheit
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Blitzverletzungen
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Allergische Reaktionen
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Bewusstlosigkeit
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Brustschmerzen
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Höhenkrankheit
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Anwendung der Rucksackapotheke
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Medizinische Einsatztaktik, Großunfall, Zusammenarbeit mit anderen Rettungsorganisationen
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Neuigkeiten aus der Bergmedizin und Bericht von der Bergrettungsärztetagung
Erworben werden diese Kenntnisse in den Ausbildungskursen des ÖBRD Tirol sowie in den medizinischen Monatsschulungen der Ortstelle Lienz (2- 3 medizinische Abende/Jahr) sowie praktische Umsetzung im Rahmen einer
"Akjaübung", sowie der Winter und Sommerübung (Stationsbetrieb oder Einsatzübung).
Die Vorbereitung und Durchführung der medizinischen Abende obliegt den Ärzten der Ortsstelle
(Dr. Kraler, Krösslhuber, Latscher) und den Sanwarten (Ebner G., Mascher W.)
Das gesamte Programm sollte sich etwa alle 3-4 Jahre wiederholen, aktuelle Ereignisse (Einsatznachbearbeitung, Übungserkenntnisse, sonstige aktuelle Erkenntnisse) sollten berücksichtigt werden.
Regelmäßige Einweisungen der Bergrettungsmitglieder in die Handhabung der Medizinprodukte (Verbandmaterial, Vakuummatratze usw.) erfolgen im Rahmen der Fortbildung.
Überprüfung und Aktualisierung des Impfschutzes gegen FSME, Hepatitis B und Tetanus erfolgt je nach Bedarf an den Pflichtabenden oder bei Übungen.
Vorhaben für die nächsten Jahre:
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schriftlicher Nachweis der besuchten Erste-Hilfe-Kurse, Fortbildungsinhalte und Übungen
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schriftliche Unterlagen zu den einzelnen Themen, die sich zu einem Scriptum ergänzen sollen
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handliche medizinische Checklisten für Notfallcheck/Notfallmeldung, Einsatztaktik, Wärmepackung, usw.)
Dr. Franz Krösslhuber
Bergrettungsarzt
Mai 2002
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