Erste Hilfe beim Canyoning

Ausbildungskurs ÖBRD
Landesleitung Tirol
Dr. Franz Krösslhuber
Notarzt und Bergrettungsarzt Lienz

Inhalt

Theorie:

  • Prinzipielles

  • Lebensbedrohung?

  • Nicht lebensbedrohliche Verletzung

  • Was mache ich zuerst?

  • Was darf ich nicht vergessen?

  • Wie bringe ich die Situation zu einem (halbwegs) glücklichen Ende?

Praxis:

  • Umsetzung


Prinzipien:

  • Prinzip der persönlichen Sicherheit (einen 2. Unfall unbedingt vermeiden)

  • Prinzip "im Interesse des Opfers" (keinen zusätzlichen Schaden verursachen)

  • Prinzip der Einfachheit

  • Prinzip der sofortigen und der verzögerten Behandlung

  • Prinzip der eingeschränkten Kompetenz

Lebensbedrohlich?

Notfall

Ruhig u. systematisch – "ein Schritt zurück"
Sicherheit gegeben?
Unfallhergang?

Bewusstsein  Atmung Kreislauf "Kopf bis Fuß"
Beruhigung Atemwege frei Blutung Knochenbruch
Überwachung normale Atmung   Fehlstellung
Psychische Verfassung     Schock
Unterkühlung

Sonstige Verletzungen:

Kopf Helm möglichst belassen
HWS immer daran denken! Unfallhergang?
WS je tiefer umso häufiger, aber auch günstiger
Brustkorb meist kein Problem
Bauch Schockgefahr!
Schulter einrichten je nach Transportmöglichkeit
Arm meist gut zu schienen
Oberschenkel vermutlich ein ernstes Problem
Unterschenkel bei Verrenkung einrenken

Transport und Übergabe:

Schmerzmittel Ruhe und guter Zuspruch können sehr viel bewirken! Medikamente?
Stabilisieren durch Schienen; Improvisation gefragt

Nicht vergessen!

  • Keine Hektik und delegieren, wenn immer möglich
  • Nicht über das Opfer steigen
  • Nie das Opfer alleine lassen immer Körper- oder Augenkontakt
  • Versuche Dir den Unfallhergang klar zu machen
  • Immer mit dem Opfer sprechen
  • Unterkühlung vermeiden, Wetter und Wasserstandsänderungen beachten

Unfallstatistik:

Verletzungsursachen Sprünge vor Rutschen, Abseilen, Steinschlag und Hochwasser
Verletzungsmuster Knochenbrüche mehr als doppelt so häufig als ernsthafte Wunden, Unterkühlung, Erschöpfung und Verrenkungen
Todesursachen Abseilen und Sprünge vor Herzattacke

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