Kinder in unserer Bergwelt

Kinder sollen unsere schöne Bergwelt kennen lernen, doch übertriebener Ehrgeiz dämpft die Freude am Wandern und Bergsteigen und setzt sie Gefahren aus. Wer mit Kindern in die Berge geht, muss selbst bergerfahren sein und sich der hohen Verantwortung bewusst sein.

Erwachsene müssen endlich damit aufhören, ihren Kindern das Bergwandern und Bergsteigen als eine Art Leistungssport aufzuzwingen. Dies ist der beste Weg, Kindern die Freude an unserer Bergwelt auszutreiben. Kinder müssen spielerisch in die Bergwelt eingeführt werden. Es ist jedoch verantwortungslos, mit Kleinkindern in Höhen von 3.000 Metern oder noch höher zu gehen. Vor allem am Anfang sollen breite Wege mit geringen Höhenunterschieden gewählt werden.

Auch das Gelände soll so sein, dass sich die Kinder austoben können. Ist das Gelände jedoch so beschaffen, dass beim Stolpern oder Ausrutschen ein Absturz oder Abgleiten möglich ist, sind Kinder unbedingt mit einem Seil zu sichern. Selbstverständlich muss auch auf zweckmäßige Kleidung geachtet werden. Auch für entsprechende Kleidung zum Wechseln muss gesorgt werden. Ebenso für zweckmäßiges Essen und vor allem Trinken, denn Kinder brauchen etwa doppelt soviel Flüssigkeit wie Erwachsene. Kinder merken meist auch viel zu spät, dass sie ihre Leistungsgrenze überschritten haben, die Erwachsenen müssen daher rechtzeitig für ausreichende Ruhepausen sorgen.

Kinder dürfen auch nie das Gefühl haben, dass Erwachsene unsicher sind - sie brauchen das Gefühl der Sicherheit, das ihnen durch die Erwachsenen vermittelt werden muss. Sie müssen behutsam und verantwortungsbewusst in die Bergwelt eingeführt und auch über alpine Gefahren aufgeklärt werden. Nur so werden sie gerne wandern und vielleicht später auch einmal Klettern und Freude an unseren schönen Alpen haben.

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