
Entstehung des Österreichischen Bergrettungsdienstes
Vorgeschichte:
Schon im 12. Jahrhundert waren die Bewohner unserer Tauernhäuser zu
Hilfeleistungen in den Bergen verpflichtet. Bergsteigen setzte sich immer mehr durch und auch der Begriff "Bergunfall " wurde geläufig.
Auf Grund des steigenden Tourismus wurden alpine Vereine gegründet -1862 der
Österreichische Alpenverein (ÖAV).
Der ÖAV hat zusammen mit vielen anderen Vereinen für die Entwicklung des alpinen Rettungswesens
Großes geleistet.
Das " Alpine Notsignal" wurde 1894 eingeführt.
Gründung:
Das alpine Rettungswesen in den österreichischen Alpen begann mit der
Gründung des " Alpinen Rettungsausschusses Wien ".
Der 8. März 1896 war, hervorgerufen durch einen schweren Bergunfall
auf der Rax, der Schicksalstag der Österr. Bergrettung. Alle Vertreter der
alpinen Vereine fanden sich zum Aufbau einer Rettungseinrichtung zusammen. Sogenannte Lokalstellen wurden errichtet. 1906
waren bereits 173 Rettungsstellen in den Ostalpen vorhanden.
Großräumige Organisationen übernahmen der Alpine
Rettungsausschuss Wien, die Alpine Rettungsgesellschaft lnnsbruck,
Rettungsausschuss Salzburg und München. 1902 beschloss der Deutsch- Österreichische
Alpenverein an jedem Sitz einer Alpenvereins-Sektion eine Rettungsstelle mit
entsprechender Ausrüstung zu installieren.
Die beiden Weltkriege und die Zwischenkriegszeit brachten durch die
Trennung der Gebiete und den Kriegsdienst vieler Bergsteiger einen groBen Einschnitt in der Entwicklung des alpinen
Rettungswesens.
In der Länderkonferenz wurde 1946
beschlossen, ab sofort als selbständiger Österreichischer
Bergrettungsdienst zu arbeiten. Der
ÖAV überließ der Bergrettung die vorhandenen Rettungsgeräte und
somit wurde auch der Grundstein für die heutige Organisation gelegt. In
hervorragender Zusammenarbeit mit Gendarmerie, Bundesheer und Zollwache
wurden Erfahrungen ausgetauscht, die allen Verunglückten zugute kamen. 242000
Personen wurden seit Kriegsende von den Österreichischen Bergrettern
geborgen. Der Aufbau des
Lawinenhundewesens begann 1949. 1955 wurden die ersten Flächenflugzeuge
im Hochgebirge eingesetzt und 1960 kamen die ersten Hubschrauber. In ganz
Österreich befanden sich im Jahre 1996 8729 Rettungsmänner in 284
Ortsstellen.
(Zusammenfassung
aus dem Jahresbericht 1995:
100 Jahre Bergrettung in Österreich
von Hans Obholzer, Landesleiter-Stellvertreter, Tirol)
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