Flugrettung Lienz
Einsatzbericht 2002

Jetzt dürfen wir endlich mit Stolz und Begeisterung mitteilen, das der ehemalige BMI-Stützpunkt des Martin 6 durch den Bau eines modernen Christophorus Stützpunktes ersetzt wird.
Nach langen, zähen Verhandlungen mit den zuständigen Behörden ist es dem CFV gelungen, dieses Vorhaben in die Realität umzusetzen. Der Spatenstich erfolgte am 9. September von Frau Landesrätin Dr. Elisabeth Zanon zur Nedden. Die Fertigstellung dürfte am Ende dieses Jahres realistisch sein.

In der Strukturierung des Christophorus 7 ergaben sich einige Änderungen. Der neue Stützpunktleiter ist Cpt. Andreas Wimmer, der das Amt von August Winter, der aus persönlichen Gründen zurückgetreten ist, übernommen hat.

Franz Riepler, der jahrelang die Geschicke der Flugretter geleitet hat und ebenfalls aus persönlichen Gründen zurückgetreten ist, wurde durch mich, Raimund Edlinger, der heute die Ehre hat, diesen Bericht schreiben zu dürfen, abgelöst. An dieser Stelle möchte ich auch Cpt. August Winter und Franz Riepler für die aufopfernden Tätigkeiten im Sinne des Christophorus 7 danken und wünsche ihnen für die Zukunft alles Gute.

Im Juni dieses Jahres konnten wir das variable Tau, nach einer gründlichen theoretischen und praktischen Schulung, in unser Bergesortiment aufnehmen. Mit diesem Tau haben wir nun die Möglichkeit, uns bei einer unklaren Taulänge bis zu 80m vom Hubschrauber abzuseilen. Das ist besonders bei schwierigen Schluchtenbergungen und Ähnlichem von großem Vorteil und dient der raschen Bergung des Verunfallten.

Im Oktober dieses Jahres wird die gesamte Flugrettercrew die Ausbildung zum Notfallsanitäter absolvieren, damit wir auch in medizinischer Hinsicht dem hohen Standard des CFV entsprechen und auch die Richtlinien des neuen Sanitätergesetzes voll erfüllen.

Im heurigen Jahr, ohne auf einen bestimmten Einsatz einzugehen, wurden vom NAH C7 bis Ende September 2002 an die 500 Einsätze geflogen, wo auch wieder schwierigste Alpineinsätze im Glocknergebiet und in den Lienzer Dolomiten durchgeführt werden mussten. Dass alle diese Einsätze erfolgreich durchgeführt werden konnten, ist der perfekten und harmonischen Zusammenarbeit der Crew zu verdanken.

An dieser Stelle möchte ich auch der Leitstelle des Roten Kreuzes Lienz und den gesamten Ortsstellen der Bergrettung, mit denen wir in unserem Einsatzgebiet mustergültig zusammenarbeiten, aufrichtigen Dank sagen.

Die hochmotivierte Crew des Christophorus 7 besteht zur Zeit aus 18 Flugrettern (davon sind 10 aus Osttirol und 8 aus Kärnten) und 20 Notärzten, die ebenfalls aus Osttirol und Kärnten sind.

Raimund Edlinger
Leitender Flugretter C7
im Jahr 2002

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